Bindung und Freisetzung im Mikromaßstab
Moleküle der Duftstoffe suchen Plätze im Wachs, je nach Größe, Polarität und Form. In dichter Struktur warten sie länger, in offener Matrix tanzen sie früher los. Kopfnote, Herznote, Basisnote ergeben dadurch zeitlich versetzte Erlebnisse. Wird die Bindung zu schwach, entsteht flüchtige Hektik; ist sie zu stark, bleibt alles hinter Glas. Die Kunst liegt darin, Bindungskraft, Diffusionsgeschwindigkeit und Wärmetransport so auszutarieren, dass der Raum scheinbar von innen heraus atmet.